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18. Etappe: Glückstadt – Büsum

18. Etappe: Glückstadt – Büsum

Kein grüner Strom?

Die Sache mit der Lammkeule muss ich mir noch mal überlegen. Weiden doch hier die Schafe direkt vorm Atommeiler, und der ist auch noch bis Ende des Jahres in Betrieb. Spannend fand ich auch das Hinweisschild zur E-Bike Ladestadion mit Atommeiler im Hintergrund. Das musste heute einfach das Titelbild werden.

Kurz vorher habe ich Ute aus Hamburg, die zu Fuß nach Sylt laufen will, getroffen. Da ich sie gestern auch schon zweimal überholt habe, muss ich heute doch mal anhalten. Ich kann es gar nicht fassen, dass sie so schnell voran kommt wie ich. Es ist keine Hexerei – sie läuft einfach länger am Tag und schafft so auch durchaus 50 km am Tag. Sie beneidet mich ein wenig, da sie alles auf dem Rücken tragen muss – und da überlegt man wirklich,  was man mitnimmt. Vielleicht treffe ich sie ja morgen wieder.

Heute ist es kühl und – ja  – was ist das, was da vom Himmel kommt. Sprühregen wäre übertrieben, Nebel untertrieben. Die Iren haben ein Wort dafür – Irish Mist, eine deutsche Entsprechung kenn ich nicht. Der Wind ist moderat und wird völlig neutralisiert durch den Spendeneingang des heutigen Tages. Ganz viele haben ihr Herz für die gute Sache entdeckt und jeder Cent treibt mich ja an. Habe schon überlegt, ob ich einen Umweg fahren soll.

Aber heute geht das nicht, da ja Deutschland spielt und ich die lästige Sache mit dem defekten Nyon endgültig regeln muss. Immer mit dem blauen Gummihandschuh drüber, will ich ja auch nicht fahren.

WLAN gibt es in meinem Hotel auch nur auf dem Papier. Aber wozu was im Leben gelernt – ein Hotspot ist schnell eingerichtet.

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