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19. Etappe: Büsum – Husum

19. Etappe: Büsum – Husum

Heute wird es teuer

Gestern gab es leckeren Fisch in Büsum und danach Fußball. Leider alleine, da die Kneipen mit Live-Übertragung nur reservierte Plätze zugeteilt haben. Langsam nerven die Nachwehen des Corona-Virus doch. Tische werden einfach nur exklusiv besetzt, einfach so dazusetzen geht wohl immer noch nicht.

Nun ja, was die Gurkentruppe da fabriziert hat, war wohl auch nicht so toll. Aber ich habe ohnehin keine Ahnung vom Fußball und will hier nicht als 79millionster Nationaltrainer auftreten. Wie lautet die „Bauer“nweisheit zu diesem Ergebnis: Wichtig ist, was hinten dabei raus kommt. Und weiter sind sie ja – also.

Noch so ein Auswuchs der Pandemie: Frühstück gibt es nicht mehr, wenn du wach wirst. Nein, du musst dir einen Slot aussuchen, währenddessen du frühstücken kannst. Schlechtestenfalls um 7 Uhr in der Früh, wie bei mir heute Morgen.

Aber alles hat auch was Positives. Wer früh frühstückt, ist auch früh auf dem Rad. Und das war heute Morgen noch richtig eisig. Hatten wir nicht gerade erst die kürzeste Nacht, also den kalendarischen Sommerbeginn? Nach den Temperaturen heute morgen in Büsum hätte es auch schon Herbstbeginn sein können.

Jetzt aber los, heute soll was in die Spendenkasse kommen. Daher fahre ich nicht den direkten Weg nach Husum. Ich schaue mir mal St. Peter Ording an. Das sind zwar 40 Kilometer mehr, aber es ist ja für die gute Sache. Und ich bin ja auch zum Radeln da, sonst hätte ich gleich daheim bleiben können.

Was sich so mancher in den Vorgarten legt, scheint mir auch zweifelhaft. Da liegt ein ramponierter Sternmotor von irgendeinem Flieger (sicher auch dem 2. Weltkrieg) im Vorgarten. Was macht der da? Ein Schild davor klärt auf, um was es sich handelt – der Sinn der Aktion erschließt sich mir dennoch nicht.

Dann komme ich zur Eidersperre. Hier hat sich eine Kolonie Meeresvögel angesiedelt und brütet. Ich lade euch mal ein kleines Video hoch, wo auch die Geräuschkulisse schön rüber kommt. Nachdem ich mich dort etwas zu lange aufgehalten habe, hat eins der Tiere direkt einmal meinen Fahrradhelm als neuen Landeplatz auserkoren. Gut, dass es nur ein Landeplatz wurde.

Weiter geht’s, wie sollte es anders sein, vor – auf – und hinter dem Deich. Eine wirklich schöne Strecke. Tatsächlich hat da noch jemand Probleme mit der Jahreszeit. Ein neugeborenes Lamm macht gerade seine ersten Gehversuche – süß. In St. Peter Ording ist dann viel auf der Promenade und nix am Strand los, wen wundert’s bei diesen Temperaturen.

Nach 90 Kilometern laufe ich dann in Husum ein. Schnell ins Hotel und eine Wäscherei suchen. Morgen ist Ruhetag, der muss genutzt werden. Man will ja nicht ungepflegt auf Sylt rumlaufen.

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