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63. Etappe von Konstanz nach Schaffhausen (CH)

63. Etappe von Konstanz nach Schaffhausen (CH)

In der Schweiz

In Lindau gab es gestern Abend seit langem mal wieder ein Abendessen im Innenraum. Da es merklich abgekühlt ist und auch immer noch eine gewisse Regenneigung in der Luft liegt, entscheiden wir uns für einen kleinen und sehr gemütlichen Italiener. Auch gibt es seit ewigen Zeiten mal wieder ein Glas Rotwein – sehr schmackhaft. Auf dem Heimweg dürfen wir vor dem Rathausinnenhof noch kurz als Zaungäste einer Theateraufführung lauschen.

Und dann haben wir wieder Regen in der Nacht. Aber alle Wettergötter sind uns gnädig gestimmt. Nach dem Frühstück in herrlichem Ambiente können wir uns auf unsere Räder schwingen und trockenen Fußes bis zu unserem Tagesziel radeln. Wir fahren nahezu ausschließlich auf der Schweizer Seite am Bodensee und am Rhein entlang. Großes Kompliment an die Eidgenossen. Die Radwege und die Streckenführung sind vorbildlich. An Schildern wurde ebenfalls nicht gespart. Kein ignoranter Blechbüchsenkapitän traut sich auf die Radwege: Im Gegenteil –  Radler werden hier von dieser Spezies sehr bevorzugt behandelt.

Da wir  häufig parallel zur Bahnlinie fahren, erleben wir auch die hohe Verkehrsdichte beim Bahnverkehr – ebenfalls vorbildlich. Wer hier mit der Blechbüchse unterwegs ist, ist selbst schuld.

Wir radeln durch viele sehr schöne Dörfer mit malerischen Fachwerkhäusern. Sehr schön anzusehen und alle in einem tollen Zustand – in der Schweiz ist genug Geld. Bei Diessenhofen überqueren wir dann den Rhein. Die Brücke ist eine Holzkonstruktion und sieht abenteuerlich aus. Auch wegen des hohen Rheinpegels ist man froh, heil auf der anderen Seite angekommen zu sein. Aber was soll die Angst – die Brücke wird sicher noch stehen, wenn an uns niemand mehr denkt.

Hinter der Brücke sind wir wieder auf deutscher Seite. Man erkennt es allerdings nur an der minimal anderen Beschilderung und dem schlechteren Radwegezustand. Und plötzlich, völlig unmerklich hat man offenbar wieder die Landesgrenze passiert. Man ist in Schaffhausen – also in der Schweiz.

Natürlich statten wir vor dem Hotel noch dem Rheinfall einen kurzen Besuch ab. Schön, dass der Rhein so viel Wasser führt. Dadurch ist der Rheinfall wirklich imposant.

In Schaffhausen wohnen wir in einem schönen Hotel direkt in der Altstadt. Der Innenarchitekt hat sich Mühe gegeben. Die Tapas Bar im Haus ist auch sehr ordentlich. Lediglich die Preise sind gewöhnungsbedürftig. Hatte ich mich noch vor Kurzem über 2 € für das Eisbällchen auf Sylt mokiert, haut es mich hier von den Socken:: 10 Stutz für drei Bällchen in der frischen Waffel. Hoppla – die Umrechnung ist quasi 1 zu 1!

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